Angst und Panikattacken sind abnormale Reaktionen auf normale Situationen?
Es gibt fünf Hauptbereiche der Angststörungen. Sie können eine, zwei oder mehrere dieser Zustände zu jeder möglichen Zeit bekommen.
Die fünf Störungen sind:
- Generalisierte Angststörung
- Panikstörungen oder Panikattacken
- Phobien
- Posttraumatische Stressstörung
- Obsessive-kompulsive Störung (Zwangsneurose)
- Generalisierte Angst
Welche Symptome gehen mit einer Angststörung einher?
Die Symptome einer Angststörung sind weit gefächert. Viele Menschen mit Angststörungen haben Symptome von Panik die mit zerstörerischen Gedanken und Gefühlen einhergehen.
Da wir rein genetisch alle sehr verschieden sind, können auch die Symptome einer Angststörung sehr differenzieren. Wir reagieren einfach nicht alle gleich auf bestimmte Situationen, deshalb treten viele Symptome mehr oder weniger oft auf.
Panikattacken - eine plötzliche oder intensive Angst, Furcht oder Gefühl einer bevorstehenden Gefahr, das seinen Höhepunkt sehr schnell erreicht. (Meistens binnen weniger Minuten nachdem es angefangen hat). Es gibt drei verschiedene Arten von Panikattacken:
Spontane Panik
Im Gegensatz zu anderen Panikstörungen kommen diese Attacken ohne Vorwarnung zu jeder Zeit - egal zu welcher Zeit oder Situation. Diese Art von Attacken benötigen keinen äußeren Auslöser. Spontane Panik kommt oft während des Schlafes, sie weckt den Leidenden auf und läßt ihn denken, er hätte einen Herzattacke oder ähnliches. Panikattacken geschehen bewusst als Antwort auf eine ungewöhnliche Empfindung. In anderen Worten, wenn ungewöhnliche Empfindungen, die normal bei Angststörungen sind, plötzlich im Kopf ankommen, reagiert der Leidenden sofort mit einer Panik.
Diese Reaktion startet eine Spirale der Angstsymptome, je mehr Symptome es gibt, desto mehr wird die Person in Panik versetzt und je mehr die Person panisch wird, desto mehr treten die Symptome auf. Furcht züchtet Furcht und der Teufelskreis beginnt.
Spezifische Panikattacken
Diese Attacken treten in Verbindung mit spezifischen Situationen oder Lokalitäten auf, die Furcht einflössen. Diese Attacken sind normalerweise die Antwort auf Platzangst oder posttraumatische Stressstörungen, wenn man zum Beispiel Zeuge eines Autounfalls wurde.
Situationsbezogene Panik
Obwohl diese Attacken, wie die spezifischen Panikattacken, normalerweise nur dann passieren, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet, werden sie nicht von dieser Situation ausgelöst. Eine Frau, die zum Beispiel eine Panikattacke in einem Bus hat, wird nur in dieser Situation wieder eine Attacke bekommen. Sie ist dazu veranlagt Attacken im Bus zu bekommen. Aber sie bekommt diese nicht, weil sie Furcht vor dem Busfahren hat.
Wenn Sie mindestens vier der unten aufgelisteten Symptome bei sich bemerken, leiden Sie mit größter Wahrscheinlichkeit an einer Panikattacke. Wenn Sie sich plötzlich sehr ängstlich fühlen, aber weniger als vier der genannten Symptome bei Ihnen zutreffen sollten, leiden Sie unter einer begrenzten Symptom-Attacke. Begrenzte Symptom-Attacken geschehen häufiger, wenn man sich auf dem Weg der Besserung befinden.
1 Schneller Herzschlag, pochendes Herz oder Herzklopfen
2 Schwitzen
3 Sichtbares oder innerliches Zittern
4 Würgende Gefühle
5 Erstickungsgefühle oder Kurzatmigkeit
6 Brustschmerzen oder Unbehagen
7 Übelkeit oder Unterleibsbeschwerden
8 Schwindel oder Unsicherheit
9 sich benommen fühlen
10 De-Realisation (das Gefühl zu haben, dass nichts real ist)
11 Depersonalisation (das Gefühl zu haben, nicht sich selbst zu sein)
12 Furcht die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
13 Paresthesias (Benommenheit / ein kribbelndes Gefühl)
14 Kälte- oder Hitze-Wallungen
Andere Angststörungsbasierte Symptome sind:
Posttraumatische Stressstörung (PTSS)
PTSS ist der Zustand, der durch die Konfrontation mit einer Bedrohung oder einem Todesfall von seinesgleichen oder anderen entsteht. Zum Beispiel als Zeuge oder Mitwirkender in einem Autounfall oder Krieg. Die Hauptsymptome von PTSS sind Panikstörungen und immer wiederkehrende Flashbacks oder Albtr?ume. Das Golfkrieg-Syndrom, die Krankheit, an der viele Soldaten erkrankten die aktiv während dieses Konflikt dabei waren, ist eine Form der Posttraumatischen Stressstörung.
PTSS spielt in den meisten Fällen von Angststörungen keine relevante Rolle. Wenn Sie aber das Gefühl haben, das PTSS ein Teil Ihrer eigenen Krankheit sein sollte, ist es ratsam Ihrem Arzt oder Psychologen aufzusuchen.
OBSESSIVE-KOMPULSIVE STÖRUNG oder Zwangsneurose
Obsessive-komplusive Störung wird der Zustand genannt, bei dem bewusste oder unterbewusste Gedankenprozesse zwanghaft Ihre Tätigkeiten steuern. Diese Aktionen werden zwanghaft, da eine ganz normale Tätigkeit immer und immer wieder wiederholt wird. Dadurch entsteht ein Ritual. Diese Zwänge beinhalteten am häufigsten Rituale wie das Händewaschen, Zählen, Nachschauen, (z.B. das man das Gas nicht angelassen hat), säubern und andere Übertreibungen von normalen Aktivitäten. Diese Zwänge können ernsthaft und sehr destruktiv und störend im normalen Leben sein und treten manchmal mit anderen Angststörungen wie Platzangst oder Panikstörungen auf.
