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Andy's Geschichte

Andy ist ein Teilzeitsänger mit einer Band mit dem Wunsch diesen Beruf Vollzeit auszuführen.

"OH, es war immer mein Traum, in einer Band zu sein. Meine Eltern sagten, daß ich anfing zu singen, bevor ich sprechen konnte. Ich hätte geradewegs zu den Liedern im Radio mitgeschrieen! Sie konnten nicht ein einzelnes Wort heraushören und sagte, ich klang einfach schrecklich!"

An der Schule liebte Andy Musik und spezialisierte sich auf das Klavierspielen, worin er sehr gut war. Aber es war die elektrische Guitarre, die seine wirkliche Leidenschaft war.

"Ich hatte meine erste Übungsstunde als ich siebzehn war und habe mich seitdem nur noch mit diesem Instrument beschäftigt. Ich spielte seit ich 15 war in Bands und habe mich seitdem für nichts anderes mehr interessieren können. Musik war und ist, alles für mich. Alles war prima, bis Andy ängstlich wurde.

Es war mir für eine lange Zeit nicht bewußt, dass ich eine Angststörung hatte. Ich dachte zuerst es hätte etwas damit zu tun, dass ich ein wenig Abergläubisch war. Wirklich dumm, ich musste die Jungs davon überzeugen, die Lieder in einer gewissen Reihenfolge zu spielen oder die Bühne auf eine bestimmte Art und Weise aufzubauen, wenn wir es nicht taten, war ich mir sicher, irgendetwas würde total schlecht laufen. Sehr schnell geriet alles ausser Kontrolle."

Andy began sich mit den anderen Bandmitgliedern zu überwerfen, denn diese wurde immer mehr frustriert und konnten mit seinen obsessiven Ritualen absolut nichts anfangen.

"Wenn ich rückwirkend auf mein Ausscheiden aus der Band blicke, fühle ich mich immer noch schlecht, weil ich denke, dass ich Ihnen eine große Chance vermasselt habe. Aber ich handelte damals nicht wie ich selbst. Mir war das Weiterkommen der Band genauso wichtig, wie allen anderen, es schien nur so, als ob ich nicht immer auf ihrer Seite stehen würde. Sie sahen mein Verhalten, die Resultate meiner Angst aber nicht die Angst selbst. Sie konnten nicht verstehen, warum ich so gehemmend war, ehrlich gesagt, konnte ich es selbst auch nicht verstehen."

Andy ließ zu, das sein Verhalten dazu führte, dass sich die Band auflöste. Alles fing ziemlich unschuldig an, wie gesagt nur mit einem Aberglauben, den wir alle teilten.

"Sie wissen vielleicht, dass ein A&R Scout eines Plattenlabel nur vorbeikommt, wenn man z.B. das eine Lied ganz am Anfang eines Konzertes spielt oder bestimmte Beschwörungsformel wiederholt. Musiker-Verrückheiten einfach! Für eine lange Zeit war ich mir sicher, wir mussten immer auf eine bestimmte Art und Weise auftreten einer Routine folgen, sogar immer gleich zu einem Auftritt fahren. Wenn wir es nicht taten, war ich mir sicher, etwas furchtbares würde passieren. Ich sah absolut souverän für die Aussenwelt aus, innerlich war ich zerfressen von der Angst."

In diesem Stadium war Andy nicht mehr einfach abergläubisch. Er war ängstlich - und hatte drei bis viermal am Tag eine Panikattacke.

"Sie waren das Schlimmste, ich tat alles, um sie nicht zu bekommen. Ich war überzeugt, daß etwas körperlich mit mir nicht in Ordnung war. Aber ich hatte Angst davor, wenn etwas nicht in Ordnung wäre, wollte ich es noch nicht einmal wissen! Andy versteckte seine Panikattacken vor seinen Freunden und glaubte, er hätte sie unter Kontrolle. Sie konnten sehen, daß etwas mit mir nicht in Ordnung war, aber solange ich das Gefühl hatte, ich hätte die Kontrolle, verdrängte ich einfach alles. Ich täuschte vor allem mich, indem ich dachte, solange ich dies und das tat, hätte ich alles unter Kontrolle, was natürlich nicht so war. Rückblickend weiß ich, dass ich dadurch nur noch mehr meine Angst schürte, indem ich ihr nachgab. Es ist wirklich so: je mehr man sie kontrollieren möchte, desto schlimmer wird es."

Andy fängt an Drogen zu nehmen, zum einen Medikamente, die man ihm verschrieb und auch Marihuana, das man in der Szene halt so raucht.

"Ich dachte, es würde mich eine Zeit lang entspannen, das dachte ich zumindest. Schließlich kam ich mit der zusätzlichen Einnahme der verschriebenen Medikamente für Depressionen auf meinen Tiefstand. Ich war weit davon entfernt irgendetwas unter Kontrolle zu haben. Die Drogen beeinflußten alles: mein Appetit, mein Schlafen, mein Geschlechtsverkehr, sogar mein Interesse an der Musik. Ich wußte, daß etwas mit mir und meinem Leben ernsthaft nicht in Ordnung war, aber ich glaubte immernoch, dass ich die nächste Panikattacke damit stoppen könnte."

Jedoch war das nicht so bis zu dem Zeitpunkt als man Andy aus der Band hinauswarf.

"Es war furchtbar, eine wirklich schlimme Zeit für mich. Durch die Angst hatte ich den Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr fähig war, Menschenmassen, Fahrten oder das Kennelernen von neuen Leuten ertragen konnte. Das war alles andere als gut für die Band. Ich war ihnen nicht böse darüber. Wie konnte ich auch? Ich wollte alles kontrollieren alles steuern. Ich war wie tot. Als ich dann bemerkte, dass ich überhaupt keine Kontrolle mehr über mein Tun und mein Leben hatte, zog ich los, um Hilfe zu suchen."

Andy fand bei seiner Internetsuche die Linden-Methode.

"Charles Geschichte hat mir wirklich viel Anstoß gegeben. Ich las über sein OKS und bemerkte, dass ich Anzeichen dafür schon vor Jahren hatte, mir darüber aber nie bewußt war. Plötzlich wurde mir alles klar. Alle anderen Zeichen meiner Angst, das Abergläubische, die Beschwörungsformeln, die Vermeidungen, die Platzangst, alles wurde mir plötzlich deutlich vor Augen geführt und machte einen Sinn. Alles hatte mit meiner Angststörung zu tun. Das war eine massive Entdeckung für mich. Obwohl er von Medizinern bezüglich einer Depression behandelt worden war, stellte er fest, dass er psychisch keinerlei Krankheiten hatte. Charles erklärte mir per Telefon, wirklich über vielen Telefonanrufen hinweg, daß ich nicht unter irgendeiner körperlichen Krankheit litt. Ich hatte mich aber gerade dazu überwunden zu sagen, dass ich daran leide und dies führte dazu, dass ich noch ängstlicher wurde und in einen Teufelskreislauf kam. Je schlechter man sich fühlt, desto schlechter wird es."

Andy fing an, mit der Methode zu arbeiten und konnte schon nach ein paar Wochen Veränderungen hervorrufen. Nach drei Monaten ging es ihm wieder völlig gut.

"Als ich an der Angststörung gelitten habe, dachte ich wirklich, mein Leben wäre zu Ende, wie als ob man es an eine große Wand geschleudert hätte. Mit jedem Symptom, jeder Panikattacke, jeder Angst und Furcht die dazukam, wuchs diese Mauer immer höher und höher. Meine Reaktion über die Jahre hinweg war es eine Brücke aufzubauen, um über dieser Wand zu kommen. Ich erlernte immer mehr Kontrollmechanismen dafür, aber die Mauer wurde immer höher und höher. Ich konnte niemals über sie drüber kommen.

Die Linden-Methode erklärt einem, wie man diese Wand komplett einreißen kann! Vergessen Sie sie! Anstatt, eine Brücke über sie zu bauen, und alle Zeit und Bemühung auf diese Wand zu investieren, sollten man sie loslassen. Sobald mir das klar war, ging alles von selbst. Mir wurde klar, dass ich Jahre damit verbracht hatte, mit dieser Angst herumzulaufen und mich auf Methoden konzentriert hatte, um die Situationen irgendwie bestehen zu können. Aber, sobald die Angst weg ist, braucht man das gar nicht mehr. Ich war wieder in Besitz meines alten Lebens!"

Zwölf Monate später war Andy wieder in der Lage einer neuen Band beizutreten und zeigt keinerlei seiner alten Angstgewohnheit mehr.

"Es ist einfach wunderbar, es geht mir wieder richtig gut und ich habe herausgefunden, dass man nicht immer alles unter Kontrolle haben muss, um glücklich zu sein."

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